Wenn man sich mit dem Gedanken befasst, eine Bengal Katze anzuschaffen, muss man wissen, dass diese Katze wilde Vorfahren hat - die Asiatische Leopardkatze (ALC). Wie kommt das? In den 60igern hat man mit dem Centerwall Projekt versucht, die genetische Immunität der ALC auf die Katzenleukose auf unsere Hauskatzen zu applizieren. Durch die Verpaarung von Hauskatzen mit der ALC entstanden sogenannte Hybriden - Kreuzungsergebniss zwischen zwei Spezies - das hat funktioniert, da man schon in freier Wildbahn beobachtet hat, dass sich Hauskatze mit ALC verpaart hat. Also nicht eine "Vergewaltigung" wie es zum Beispiel bei der Savannah gemacht wurde, welche ein Resultat zwischen Serval und domestizierten Katzen ist, sondern ein natürlicher Vorgang.
Einige Zeit später aber wurde die Impfug auf den Markt gebracht und das Centerwall Projekt kam zum erliegen. Jean Sudge später Mill, hat diese Kreuzungen weitergezogen und nach langer Mühe und Arbeit wurde die Leopardette (so hiess die Bengal früher) vorgestellt. Seit diesem Zeitpunkt hat dieseschönste Katze der Welt, dieselbe erobert. Die Katzen wurden immer schöner und schöner. Aber die Euphorie muss hier gestoppt werden:
Die ersten Generationen solcher Verpaarungen, waren alles andere als umgängliche Hauskatzen. Sie müssen von Hand aufgezogen werden. Was den Nachteil hat, dass die Darmflora nicht richtig ausgebildet ist, das diese Kitten NICHT für den gängigen Familienhaushalt geeignet sind. Es sind Tiere, welche noch Wildtierblut in sich tragen und gehören NICHT in unerfahrene Hände! Die Einkreuzung von solchen Hybriden ist gottseidank bei SERIÖSEN ZÜCHTERN nicht mehr gewünscht. Leider gibt es auch in der Schweiz noch schwarze Schafe, welche meinen Ihre "eingenen Linien" prodzieren zu können, wenn sie auf die Genetik einer ALC zurückgreifen. Hier verstehen wir das BVET nicht, welches zwar eine Haltebewilligung für eine ALC gibt aber die Zucht mit diesen auch toleriert! Solche Züchter gefragt, ob sie einen Plan haben, wenn es Probleme mit F1 - F3 (F=Filialgeneration; 1, 2, 3, 4 die Anzahl Generationen nach dem Wildtier; also ist e.g. eine F1 das Produkt einer Verpaarung zwischen Wildtier und domest. Katze; F2 = Wildtier ist Grossmutter usw.) Solche Züchter sind nicht mannsgenug, um zu deklarieren, dass es sich um eine Hybride handelt und nicht um eine Bengal. Das schlimme daran ist, dass diese Züchter so unerfahren sind, dass sie nicht einmal wissen, dass es sich hierbei um Hybriden handelt.
Merke:
Die ersten 4 Generationen nach der ALC sind KEINE BENGALEN SONDERN HYBRIDEN!
Sie sind NICHT geeignet für einen Haushalt - Es sind Tiere, welche nur in erfahrene Hände gehören! Wir können es nicht oft genug sagen! FINGER WEG VON SOLCHEN KATZEN, DIE PROBLEME SIND VORPROGRAMMIERT! Aber Mensch weiss es leider immer besser und danach erahlten wir die Hilferufe, dass sie mit diesen Hybriden nicht mehr zu gange kommen. Sie können aggresiv und scheuh sein, sie markieren, zerstören Mobiliar etc. auch wenn das Kitten noch so freundlich und nett ist, sobald das Tier geschlechtsreif wird, kippt die Situation! Glauben Sie uns!
Es wurden auch diverse andere Rassen eingekreuzt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Bengal als eine offizielle Rassekatze anerkannt wurde. Abessinier, Aegyptisch Mau, American Shorthair um einige zu nennen. Für die Farbe Silber wurden zum Beispiel die American Shorthairs eingekreuzt.
Die Liebe zum Wasser, haben die Bengalen von ihren wilden Vorfahren geerbt. Verhalten ist vererbbar! Zum Beispiel findet es QonoS Olin super, wenn sie im Bach ihre grossen und kleinen Geschäfte verrichten kann.
Verhalten ist erblich = das ist wichtig zu wissen, wenn man anfängt Bengalen / Katzen zu züchten. Bei der Bengal ist es enorm wichtig, da der Charakter ein wichtiges Attribut für diese Rasse darstellt. Die Elterntiere sollten freundliche, neugierige, mutige und schmusige Katzen sein = ein wichtiger Grundstein, damit die daraus resultierenden Kitten auch so werden. Von scheuen, ja sogar aggresiven Elterntieren MUSS abgesehen werden auch wenn sie noch so schön sind. Sie werden diesen Makel auch auf die Jungtiere übertragen. Da hilft die beste Sozialisierung nichts.
Zusammenfassung:
- Die Bengal stammt aus wilden Vorfahren ab - der Asiatischen Leopardkatze (ALC)
- Die ersten 4 Genarationen nach der ALC sind keine Bengalen, sondern Hybriden und werden oftmals fälschlicherweise als Bengalen angeboten - FINGER WEG VON HYBRIDEN!
- Die heutige Bengal soll freundlich, neugierig, mutig und verschmust sein
- In den frühen Jahren wurden diverse Rassen eingekreuzt - Abessinier, Somalies, Aegyptisch Mau's, American Shorthairs
- Die heutige Bengal wird nur noch mit anderen Bengalen verpaart
- Wildtiere und / oder Wildtierblut einzukreuzen, ist heutzutage NICHT MEHR SERIÖS!
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